Ferdinand-Freiligrath-Schule

Schulprofil

  • Leitbild

  • An der Ferdinand-Freiligrath-Schule steht das gemeinsame Lernen und Zusammenleben von Kindern mit unterschiedlichen Leistungsprofilen und Interessen im Zentrum. Die Schule sieht die Verschiedenheit unserer Schüler*innen im Hinblick auf Begabung, Persönlichkeit und Herkunft als wesentlichen Ausgangspunkt der pädagogischen Arbeit. Ziel ist die individuelle Förderung jedes Kindes und die qualifizierte Vorbereitung auf die Abschlüsse der Sekundarstufe sowie den Übergang in die gymnasiale Oberstufe.

  • Schulprogramm

    Lernen in Arenen

  • Die Arena ist das Herzstück des Schulprogramms der Ferdinand-Freiligrath-Schule. Die Schüler*innen lernen in jahrgangsübergreifenden (7. bis 10. Jahrgang) Klassen, sogenannten Arenen. Die Arenen haben unterschiedliche thematische Schwerpunkte, die von den Schüler*innen entsprechend ihrer Stärken und Interessen gewählt werden. Zentraler Baustein ist die Zusammenarbeit mit qualifizierten Fachkräften aus verschiedenen Berufs- und Lebensbereichen. Das Lernen in Arenen ist ein jahrelang erprobtes Erfolgsmodell dualen Lernens.

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  • Lernen in Kursen

  • Neben der Arena verbringen die Schüler*innen die meiste Unterrichtszeit in ihrem jahrgangsbezogenen Kurs. Die Kurse nennen sich klassisch 7a, 7b, 7c usw. und in ihnen werden die Regelfächer des Rahmenlehrplans unterrichtet.

    Mehr über die Kurse
  • Lernen im Ganztag

  • Im Rahmen der gebundenen Ganztagsschule haben die Schüler*innen die Möglichkeit, aus einem Angebot an Arbeitsgemeinschaften zu wählen und diese zu besuchen. Die Angebote im Ganztag wurden seit Beginn in enger Kooperation mit dem Pestalozzi-Fröbel-Haus aufgebaut. Sie werden von Pädagog*innen des Pestalozzi-Fröbel-Hauses, von Lehrkräften unserer Schule als auch von weiteren externen Partner*innen durchgeführt.

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  • Schulabschlüsse

    • Berufsbildungsreife (BBR)
    • erweiterte Berufsbildungsreife (eBBR)
    • mittlerer Schulabschluss (MSA)
    • MSA mit Zugangsberechtigung zur gymnasialen Oberstufe

    Berufs- und Studienorientierung

    Wir bereiten die Schüler*innen intensiv auf die Arbeits- und Berufswelt vor. Die Jugendlichen werden früh und so professionell wie möglich angeleitet, eigene Interessen zu entwickeln und sich mit der Studien- und Berufswahl auseinander zu setzen.

    Die Berufs- und Studienorientierung und das Duale Lernen sind an das produktive Lernen eng gekoppelt, das in der Arena stattfindet. Dazu ermöglichen Kooperationen mit Stiftungen, Betrieben und Oberstufenzentren den Schüler*innen, sich früh ein Leben nach und außerhalb der Schule vorstellen zu können.

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    Temporäre Lerngruppe

    Wir haben manchmal Schüler*innen, die es nicht ganz schaffen ihr ganzes Potenzial im Regelunterricht zu entfalten. Entwicklungsrückstände, mangelnde Lernkompetenz, Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, Wissenslücken in den Hauptfächern … Für diese Schüler*innen haben wir seit dem Schuljahr 2017/2018 eine sogenannte Temporäre Lerngruppe (TL) eingerichtet. Zunächst werden zusammen mit Sonderpädagog*innen und Fachlehrkräften die betreffenden Schüler*innen förderdiagnostisch beobachtet, um dann Förderschwerpunkte festzulegen. Die Schüler*innen der TL erhalten einen verkürzten Stundenplan, sie besuchen die Arena und werden in Kleingruppen (bis zu 6 Schüler*innen) in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch unterrichtet. Die Lehrer*innen der TL sind ausgebildete ETEP-Lehrkräfte und arbeiten mit individuellen ETEP-Zielen, um emotionale und soziale Entwicklungsverzögerungen oder Einschränkungen der Schüleri*nnen langfristig zu verbessern. Die Verweildauer in der TL kann von einigen Monaten bis zu einem Schuljahr reichen. Der Übergang bzw. Rückkehr in den Regelunterricht wird von den Sonderpädagog*innen, ETEP-Lehrkräften und Fachkolleg*innen begleitet. Vorrangiges Ziel ist es, dass die Schüler*innen anschließend entsprechend ihrer Möglichkeiten erfolgreicher und selbstwirksamer schulische Herausforderungen im Regelunterricht meistern können.

  • Inklusion

    Inklusion ist an der Ferdinand-Freiligrath-Schule kein Schlagwort. Das Konzept der Schule versucht bewusst, den Ausgleich bei bestehender Chancenungleichheit zu schaffen, und bemüht sich, die Problemstellungen einzelner Schüler*innen aufzulösen.

    Im Rahmen des Kurs- und Arenenunterrichts werden Begabungen gefördert und die Schüler*innen durch differenzierte Angebote darin unterstützt, ihr individuelles Leistungspotential bestmöglich zu entwickeln.

    Differenzierung

    Binnendifferenzierung bedeutet die Unterscheidung von Leistungsniveaus innerhalb einer Lerngruppe im Gegensatz zur Trennung in leistungsstärkere und leistungsschwächere Gruppen. In der Ferdinand-Freiligrath-Schule wird ausschließlich binnendifferenziert unterrichtet. Das heißt, dass innerhalb einer Klasse immer alle Kinder, egal auf welchem Lernniveau sie sich befinden, gemeinsam unterrichtet werden.

    Diese Vielfalt ist bereichernd für die Schüler*innen aller Niveaustufen und gleichzeitig eine Herausforderung für die Lehrkräfte und ihre Unterrichtsgestaltung. Aus einem Pool verschiedener Methoden, Techniken, Materialien und Kooperationsformen gestalten wir Lernarrangements, in denen Binnendifferenzierung funktioniert, so dass jedes Kind mit seinen Fähigkeiten optimal gefördert und gefordert wird.

    Logbuch

    Zur vereinfachten Kommunikation mit den Eltern nutzen wir an der Schule seit Jahren das Logbuch. Darin werden nicht nur Hausaufgaben und Klassenarbeiten eingetragen, sondern auch wichtige Termine, besondere Vorkommnisse, Hinweise auf Elternbriefe usw. Eltern können gern ärztliche Atteste hineinkleben und Lehrkräfte nutzen es auch gern für kurze Mitteilungen an Eltern. Es wird jeden Freitag und Montag von den Lehrkräften kontrolliert und soll von den Eltern jedes Wochenende unterschrieben werden.

    Hier können Sie sich unser diesjähriges Logbuch anschauen.

    Stundenplan

    Struktur des Stundenplans für eine 7. oder 8. Klasse.

  • Fremdsprachen

    • 1. Fremdsprache: Englisch
    • 2. Fremdsprachen: Französisch und Spanisch (jeweils ab der 7. Klasse)
    • Ab dem kommenden Schuljahr werden wir auch Französisch als 1. Fremdsprache anbieten

    ETEP

    Eine ganze Menge Lehrkräfte bei uns haben eine ETEP-Ausbildung absolviert oder sind gerade dabei. Das pädagogische Programm Entwicklungstherapie/Entwicklungspädagogik (ETEP) zielt darauf ab, Kinder in ihrer Entwicklung zum erwachsenen Menschen zu begleiten und unterstützen.
    ETEP-Lehrkräfte können den Stand von Schüler*innen mit kommunikativen, verhaltenstechnischen oder sozialen Auffälligkeiten professionell einschätzen und mit ihnen entsprechende individuelle Ziele herausarbeiten, um das Kind zu fördern.

    Sprachbildung

    Mit unserem Vorgehen rund um die Sprachbildung geht es uns vor allem darum, Sprachbildungsbenachteiligung abzubauen und damit auf Chancengleichheit hinsichtlich des individuellen Schulerfolgs hinzuwirken. Ziel ist, die Schüler*innen systematisch an die durch Schriftlichkeit geprägte Sprachebene einer „Bildungssprache“ heranzuführen, wie sie in den zentralen Abschlussprüfungen, aber auch später im Studium und in vielen Berufen beherrscht werden muss.

    Dazu haben wir verschiedene Werkzeuge, wie den Lesestrategien-Fächer, Glossare, Operatorenarbeit oder Bibliotheksbesuche, die durchgehend verwendet werden — in den Kursen, im Plus-Förderunterricht und in den Arenen.

    Ziel- und Bilanzgespräche

    Einmal pro Halbjahr führen die Klassenlehrer*innen mit jedem*r Schüler*in und den Eltern des Kurses ein Ziel- und Bilanzgespräch. In diesem Gespräch sollen individuelle Potentiale und Ressourcen als auch individuelle Ziele der*s Schüler*s besprochen und verbindlich festgelegt werden. Diese werden im Logbuch notiert und von allen Anwesenden unterzeichnet. Das Ziel- und Bilanzgespräch dient der Verbesserung des Lernens und Verhaltens der Schüler*innen als auch der Kommunikation zwischen Eltern und Schule.