Ferdinand-Freiligrath-Schule

Unsere Dritten

  • Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir!

    Die Schüler*innen unserer Schule lernen nicht nur bei ihren Lehrern*innen, sondern auch bei engagierten Profis, die Techniker*innen, Computerfachleute, Bildhauer*innen, Handwerksmeister*innen, Musiker*innen, Ingenieure, Schauspieler*innen sowie Experten aus vielen anderen Bereichen sein können. In der regulären Schulzeit arbeiten Schüler*innen, Lehrkräfte und qualifizierte „Dritte“ in fächerübergreifenden, projektorientierten Vorhaben vier Wochenstunden in den Arenen zusammen. Einblicke in die Arbeit der Künstler*innen und Experten zu gewinnen und mit deren professioneller Begleitung eigene Ideen zu realisieren, begeistert Schüler*innen und fördert deren lebenswirkliche Orientierung.

    Die kontinuierliche und zugleich flexible Integration von „Dritten“ im Schulalltag wirkt als „konstruktiver Störfaktor“. Dies sichert für Schüler*innen und Lehrfräfte ein Lern- und Erfahrungsfeld, das die Ernsthaftigkeit und Authentizität des wirklichen Lebens in die künstliche Schulsituation holt.

  • Sie sind selbst an einer Rolle als Dritte*r interessiert?

    In dem Fall, dass Sie die nötigen Voraussetzungen für eine Rolle als Dritte*r mitbringen, schon unterrichten und ein spannendes oder modernes Arbeitsfeld besetzen, sind selbstständig und können gut mit Kindern und Jugendlichen umgehen, bzw. weisen dahingehend Erfahrungen vor — melden Sie sich bei uns …

    zum Kontakt
    • Uwe Popall
      Koch und Gastronom

      Uwe Popall

      Koch und Gastronom

      Uwe Popall ist seit 26 Jahren selbstständiger Koch und leitete bis vor 4 Jahren das Gourmetrestaurant Maxwell in Mitte. Seitdem betreibt er ein Catering-Unternehmen, das ihm die Flexibilität ermöglicht, unsere Arena zu begleiten. In seinem beruflichen Werdegang hat er in diversen Ländern gearbeitet und besitzt eine jahrelange Erfahrung in der Ausbildung von Köchen*innen.

      Seit Herbst 2014 ist er in unserer Arena tätig und wir gestalten die Inhalte der praktischen Stunden zusammen. Mit seiner Hilfe erlernen die Schüler*innen die Arbeitstechniken in der Küche und können Tipps und Tricks vom Profi lernen. Unter seiner Anleitung wurden von den Schülern*innen ihre ersten Fische filetiert und von selbstgemachten Nudeln, über Möhrenrösti bis zum Halbgefrorenem vielfältigst gekocht.

    • Anita Back
      Fotografin

      Anita Back

      Fotografin

      In der Arena Medien unterstützt Anita Back seit 2012 die fotografische Arbeit der Schüler*innen. Nicht nur bei der Ideenfindung sondern auch bei der praktischen Umsetzung steht sie den Schülern*innen zur Seite. Im vergangenen Jahr leitete sie den Bau von Lochkameras an, mit denen dann ausdrucksstarke Fotos gemacht wurden. Außerdem nimmt sie mit Schülern*innen der Arena Aufträge aus anderen Bereichen der Schule entgegen (fotografische Begleitung von Veranstaltungen, Bewerbungsfotos für Schüler, etc.)

      Anita Back ist seit 20 Jahren freie Fotografin. Sie hat die Letteschule in Berlin absolviert und Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der UDK Berlin studiert. Seitdem arbeitet sie u.a. in den Bereichen Reportage, Porträt, Veranstaltungsfotografie und Werbung. Von vielen Reisen v.a. nach Lateinamerika und in den Osten hat sie zahlreiche Fotos mitgebracht. Seit dem Jahr 2000 wird sie von der Fotoagentur laif vertreten.

    • Kevin Michael
      Tanzlehrer

      Kevin Michael

      Tanzlehrer

      Kevin Michael ist Tanz-Lehrer mit Leib und Seele und das merkt man auch an seinem Unterrichtsstiel. Sein Unterrichtskonzept ist logisch aufbauend und seine Methoden pädagogisch wertvoll. Gruppen- und Partnerarbeit gehören ebenso zu seinem Unterricht, als auch das Erlernen von Technik und Choreographie.

      Wenn man ihn zu seinem Unterricht befragt, sagt er: „Tanz ist eine Form des kreativen Ausdrucks. Es ist Kommunikation auf der Gefühlsebene durch ganzkörperliche Tanzbewegungen. Jedoch ist es wichtig, dass die Schüler erst mal ein Verständnis für Musik und Rhythmus bekommen. Wenn sie es dann auch noch zulassen, ihre Gefühle mit der Musik zu vereinen, dann entsteht Magie.“

      Daher ist es ihm auch wichtig eine Lernumgebung zu schaffen, in der sich seine Schüler tänzerisch frei und ungezwungen entfalten können, um so mit Spaß und Leidenschaft zu tanzen. Egal ob es sich dabei um soften R’n’B, harten Hip-Hop, lebensfrohe Afro-Sounds oder aktuelle Pop-Songs handelt. Und wer schon in den Genuss kam eine ganze Unterrichtsreihe von ihm zu besuchen, erfährt recht schnell, dass er Tanz „nur“ als Medium für sich nutzt, damit die Schüler ihre eigenen Grenzen erforschen und überschreiten können, um so nicht nur als Tänzer, sondern vor allem auch als Mensch über sich hinaus wachsen zu können.

      „Es ist faszinierend zu beobachten, wie Schüler sich verändern, wenn sie erst mal so richtig auf den Zug, auf den ‚SoulTrain‘, aufspringen. Wenn man das Leuchten in ihren Augen sieht und sie plötzlich mit sehr viel mehr Selbstbewusstsein den Raum betreten und anfangen frei zu tanzen. Ich sehe es als ein Privileg, wie eine Art Segen, meine Schüler auf ihrem gewählten, tänzerischen Lebensweg: ’sich neu zu entdecken‘ zu begleiten. Ihre Fortschritte zu beobachten und zu wissen, dass man maßgeblich mit daran beteiligt ist, ist ein unglaublich schönes Gefühl.“

      Kevin Michael tanzt seit seinem 15. Lebensjahr, unterrichtet Tanz seit 2008, studiert Sportwissenschaft an der HU Berlin und war von 2013 bis 2020 Coach der Flying Steps Acedemy.

    • Haszcara
      Rapperin und Produzentin

      Haszcara

      Rapperin und Produzentin
      Haszcara ist eine Berliner Hip-Hop-Künstlerin, die mit deutschen Texten und reichlich Bühnenerfahrung zu überzeugen weiß. Sie ist vier Unterrichtsstunden in der Woche bei euch, um euch während der Musikproduktion zu coachen. Neben einigen Instrumenten beherrscht sie das Musikproduktionsprogramm Ableton, mit welchem wir eure Songs aufnehmen.
    • Ich lerne vom Lehrer was und der Lehrer lernt vom Wissenschaftler was und der Wissenschaftler hat auch noch Fragen. Das ist doch komisch, weil da doch jeder irgendwie zu einem Kind wird.

      Schülerzitat
    • Der Lehrer versuchte, seinen Unterricht auch zu verändern. Obwohl er Lehrer war, konnte er von den „Dritten“ lernen.

      Schülerzitat
    • Wenn eine Entscheidung zu treffen ist, müssen wir erst selbst versuchen, einen Weg zu finden. Wir müssen erst selbst probieren und handeln. Das ist neu für uns, aber dadurch werden wir selbstständiger.

      Schülerzitat
    • In dem Kurs da ist mein Wille gekommen. Ich merke, dass ich was ändern kann in meinem Leben, wenn ich es will; dass ich lernen kann, wenn ich es will.

      Schülerzitat
  • Wie alles anfing

    Hervorgegangen aus dem Projekt „KidS“ unterrichteten schon zu Beginn der 1990er Jahre Künstler*innen in Wahlpflichtkursen. Es entstand der Modellversuch der Bund-Länder-Kommission, der auch auf weitere Schulen übertragen wurde.

    Nach der sukzessiven Einführung in allen Jahrgängen der Ferdinand-Freiligrath-Schule hielten neben den künstlerischen Arenen weitere Lebens- und Berufsbereiche wie Handwerk, Technik und Naturwissenschaft Einzug. Hinzu kamen außerschulische Lernorte wie Ateliers und Betriebe. Seit dem Jahr 2002 übernimmt der Berliner Schulsenat die Kosten für die „Dritten“.

    Mit Öffnung der Schule für ein immer weiteres Feld von Berufssparten wurde aus dem Projekt KidS das Projekt „Schulen im gesellschaftlichen Verbund“.