Modellschule mit interkulturellem Profil
An der Ferdinand-Freiligrath-Oberschule
wurden erstmalig im Schuljahr 1990/1991 im Rahmen einer abweichenden
Unterrichtsorganisation in der regulären Unterrichtszeit Wahlpflichtkurse
eingerichtet für die wöchentliche Zusam- menarbeit von
Schülern und Lehrern mit Künstlern verschiedener Nationalität
aus unterschiedlichen Bereichen.
An der Schule arbeiten Akrobaten, Bildhauer, Filmemacher, Schauspieler,
Schriftsteller, Maler, Tänzer.
Durch diese Erfahrung wurde deutlich, dass in einem zukunftsfähigen
Bildungssystem die traditionelle Grundstruktur, die geprägt
ist von der „Dualität“ zwischen Lehrer und Schüler,
in ihren eingefahrenen Ritualen aufgelöst werden muss. Lebendige
und zuverlässige Kooperation mit qualifizierten Persönlichkeiten
aus kulturellen, sozialen, technischen und wirtschaftlichen Berufs-
und Lebensbereichen – in einem qualitativen Sprung –
die Grundstruktur verändernd, tritt an die Stelle des Bisherigen.
Schule = Schüler + Lehrer + Dritte
Die kontinuierliche und zugleich flexible
Integration von „Dritten“ im Schulalltag wirkt als „konstruktiver
Störfaktor". Dies sichert für Schüler und Lehrer
ein Lern- und Erfahrungsfeld, das die Ernsthaftigkeit und Authentizität
des wirklichen Lebens in die künstliche Schulsituation holt,
den Schülern die Vielfalt möglicher Erwachsenenexistenz
in konkreten Projekten erfahrbar macht, außerschulische Lernorte
öffnet, die Heranwachsenden fordert und besser auf das Leben
vorbereitet.
In Erweiterung ihrer pädagogischen Verantwortung werden die
Lehrer sowohl zu Initiatoren als auch zu teilnehmen- den
Beobachtern und Förderern von Lernprozessen. Dies bedeutet
zugleich kontinuiertliche Lehrerfortbildung vor Ort und Neuorientierung
der Lehrerrolle.
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Individuelle
Förderung von Begabungen
Alle Schülerinnen und Schüler werden in ihren individuellen
Begabungen gefördert und durch differenzierte Angebote darin
unterstützt, ihr Leistungspotential bestmöglich zu entwickeln
und auszuschöpfen.
Wir fördern das Engagement und die Stärken der Schülerinnen
und Schüler im musisch-künstlerischen, sportlichen, naturwissenschaftlichen,
handwerklichen, sprachlichen und politisch-gesellschaftlichen Bereichen
durch kontinuierliche Zusammenarbeit mit qualifizierten außerschulischen
Experten (Dritten).
Wir fördern Sprachkompetenz als Fundament persönlicher
Kommunikations- und Leistungsfähigkeit.
Wir fördern eigenverantwortliches und selbstständiges
Lernen in fächerübergreifenden Zusammenhängen.
Wir fördern Kreativität und Aktivität der Lernenden.
Wir verstehen Teamarbeit als wichtiges Element unserer Lernkultur
zur Entwicklung sozialer Kompetenz.
Wir fördern das soziale Lernen und erziehen zu Offenheit, Gewaltfreiheit,
gegenseitiger Wertschätzung und Toleranz.
Wir fördern interkulturelle Kompetenz und kulturelle Offenheit
der Schülerinnen und Schüler.
Wir fördern Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber.
Wir fördern Bewusstsein und Verantwortung für das soziale
Umfeld, für Umwelt und Gesundheit.
Für die erfolgreiche Arbeit halten wir
ein von Offenheit und Vertrauen geprägtes Miteinander aller
an der Schule Mitwirkenden für unabdingbar. |