Ferdinand-Freiligrath Schule, Schulversuch
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Kreativität in die Schule


K.i.d.S. ist die Abkürzung für ' Kreativität in die Schule' und hat seinen Ursprung an der Ferdinand-Freiligrath-Schule in Berlin, wo erstmalig im Schuljahr 1990/1991 im Rahmen einer abweichenden Unterrichtsorganisation in der regulären Unterrichtszeit Wahlpflichtkurse eingerichtet wurden und für die wöchentliche Zusammenarbeit von Schülern und Lehrern mit Künstlern verschiedener Nationalität aus unterschiedlichen Bereichen (z.B. Akrobaten, Bildhauer, Filmemacher, Schauspieler, Schriftsteller, Maler, Tänzer) engagiert wurden.

Unterstützt von Förderen wie der Robert Bosch Stiftung und der BMW Group München konnte der Kerngedanke mi Künstlern und anderen Repräsentanten aus unterschiedlichen Berufs- und Lebensbereichen die Authenzität des Berufslebens in den Schulalltag zu holen, realisiert werden. "Ästhetische und naturwissenschaftliche Lebensinhalte sollen durch Fachleute in der Schule repäsentiert werden, um den Schülern die Vielfalt möglicher Erwachsenenexistenzen in konkreten Projekten erfahrbar zu machen, um außerschulische Lernorte zu eröffnen und damit Schule sinnhafter zu machen."(zit. Hildburg Kagerer, Schulleiterin an der Ferdinand Freiligrath-Schule)

Das Projekt "KidS" besteht seit über 12 Jahren.

In der ersten Phase wurden wöchentlich 2 Stunden Künstler in so genannten Wahlpflichtkursen in den Unterricht integriert. Aus der Zusammenarbeit von Lehren und Künstlern entstanden eine Schreibwerkstatt, Malerei, Akrobatik, Bildhauerei, Thanz und Theater. In der 2. Phase wurde das Projekt von 1995 bis 1999 nach vielen Hürden als Modellversuch der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung weiterentwickelt und auf weitere Schulen unter anderem in Augusburg, Wiesbaden und München übertragen.

Dabei sind die KidS-Projekte mehr als Wahlkurse im herkömmlichen Sinn. Neben der Neuorientierung, die sich schon aus dem Mitwirken außerschulisch agierender 'Profis' ergibt, wird eine Verzahnung mit den Wünschen der Schüler und die Integration von Lehrplaninhalten angestrebt.


Neben der sukzessiven Einführung in allen Jahrgängen an der Ferdinand-Freiligrath-Schule, wo man den Versuch im Detail beobachtete, hielten weitere Lebens- und Berufsbereiche wie Handwerk, Technik und Naturwissenschaft Einzug in den dortigen Schulalltag.
Hinzu kamen nach der Lösung von Versicherungsproblemen außerschulische Lernorte wie Ateliers und Betriebe. Seit dem Schuljahr 1999-2000 ist KidS ein Schulversuch des Landes Berlin. Erstmals übernahm in diesem Jahr der Schulsenat die Kosten für die "Dritten". Bis 1994 hatte die Robert Bosch-Stidftung das Projekt finanziell unterstützt, von 1993 bis 1999 war BMW Hauptförderer.
Mit der Öffnung der Schule gegenüber einem immer weiteren Feld von Berufssparten wird aus dem Projekt KidS schließlich das Projekt
"Schulen im gesellschaftlichen Verbund".


Das Konzept KidS an anderen Schulen:

Bildungsprojekt der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen

Pädagogische Hochschule Heidelberg
Nürnberger Hauptschule Scharrerstraße

Beteiligte Schulen in München:

Grundschule an der Bergmannstraße
Grundschule an der Guldeinstraße
Hauptschule an der Perlacher Straße
Hauptschule an der Implerstraße
Hauptschule an der Fernpaßstraße
Hauptschule an der Fürstenriederstraße
Grundschule am Pfanzeltplatz
Städtische Berufsfachschule für Sozialpflege und Schule zu individuellen Lernförderung an der Rothpletzstraße
Grundschule am Theodor-Heuss-Platz

und inzwischen viele weitere...

Download - KidS-Konzept - PDF

 
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