Ferdinand-Freiligrath-Schule, Arenen, Schulmodell
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Schule im gesellschaftlichen Verbund

Der Schulversuch „Schule im gesellschaftlichen Verbund“, der seit dem Schuljahr 2000/2001 an der Ferdinand-Freiligrath-Schule in Berlin-Kreuzberg durchgeführt wird, ist die konsequente Weiterentwicklung einer Innovation, die 1990 unter der Bezeichnung KidS – Kreativität in die Schule an dieser Schule ihren Anfang nahm und im Rahmen eines Modellversuchs der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung weiterentwickelt wurde.

Zentraler Ausgangspunkt für das Projekt KidS und seiner Folgeprojekte war die Erkenntnis, dass Schule und Stigma ein Widerspruch in sich sein muss.

„Bildung und Erziehung kann wieder eine zentrale Stellung in der Gesellschaft erlangen, wenn sie integrativ wirkt und Ausgrenzungsprozessen begegnet.“
heißt es im UNESCO-Bericht zur Bildung für das 21. Jahrhundert. Dies bedeutet jedoch, dass Schule der Ort sein muss, an dem alle Schüler ihre Stärken aber auch ihre Grenzen kennen lernen und konkret erfahren, dass ihre Fähigkeiten wahrgenommen werden.
Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass Stigmatisierung und Aussonderung für die menschliche Gesellschaft gefährlich sind, weil ihre Mitglieder nach destruktiven Auswegen suchen, wenn konstruktive Wege der vorhandenen Potentiale versperrt scheinen oder versperrt sind.
Wenn die Angst des Menschen, nicht gebraucht zu werden bei den Kindern und Jugendlichen in den Schulen angekommen ist, ist dies gefährlich, nicht nur für die menschliche Gemeinschaft der Gegenwart sondern auch für jene der Zukunft. Ausgangspunkt war ferner die Erkenntnis, dass das Interesse der heranwachsenden Generation am Leben, an dieser Welt und an einer demokratischen Gesellschaft nur dann gesichert werden kann, wenn Kinder und Jugendliche authentische individuelle Beziehungen zu Erwachsenen erfahren, die sich erreichen lassen. Hier liegt wohl die Wurzel einer gesunden menschlichen Gemeinschaft.

Gelungene Kommunikations- und Handlungsbeziehungen zu Erwachsenen sind für Kinder und Jugendliche die Grund legende Voraussetzung für die Entwicklung sozialer Kompetenz sowie für Motivation und Leistungsbereitschaft.

Auf diesem Hintergrund entwickelte sich das Modell des Unterrichts in 'Arenen' als Ergänzung zum herkömmlichen Klassenverband, in denen sich Schüler unterschiedlicher Altersstufen in verschiedenen Herangehensweisen mit wechselnden Projektthemen beschäftigen. Durch die Beteiligung von Experten aus der beruflichen Praxis und durch die Realisierung von öffentlichen Veranstaltungen wie Ausstellungen und Aufführungen wird das Prinzip der Authentizität realisiert, und die verschiedenen Formen der in den Lerngruppen praktizierten Gruppenarbeit sind Ausdruck des Prinzips der Kooperation.

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