Ferdinand-Freiligrath-Schule

Mein Kiez gestern, heute, morgen: Industriedenkmale in Kreuzberg

22. August 2016

Ein Projekt im Rahmen von „Denkmal-aktiv“/ Schuljahr 2015-16

Zielsetzung des Projekts

Im Rahmen des Projekts einer Teilgruppe der Arena Atelier standen an der Ferdinand-Freiligrath-Schule Gewerbe- und Industriebauten in Kreuzberg im Mittelpunkt des Interesses. Unter besonderer Berücksichtigung ihrer historischen Entwicklung, ihrer Architektur sowie ihrer Bedeutsamkeit aus Sicht des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege wurde die spezielle so genannte „Kreuzberger Mischung“ von Wohnen und Gewerbe betrachtet.

Das Projekt war ein Beitrag im Themenfeld „Handwerk, Technik, Industrie in Berlin“ der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft des Landes Berlin. Zielsetzung des Projekts war die Sensibilisierung der Schüler*innen dafür, dass ihr industriell geprägter Heimatkiez Kreuzberg ein besonderer Spiegel für die historischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland seit der Industrialisierung ist.

Umsetzung des Projekts

Intensiv setzten sich die Schüler*innen mit den grundsätzlichen Fragen zu Denkmalbegriff, -arten und Denkmalschutz sowie den hiermit befassten Berufsgruppen auseinander. In diesem Zusammenhang war das Kooperationstreffen mit der Knobelsdorff-Schule sehr anregend und aufschlussreich und wurde von den Schüler*innen der Ferdinand-Freiligrath-Schule interessiert aufgenommen.

Auf Grundlage dieser Ergebnisse konnten sich die Schüler*innen zielgerichtet mit den eigenen Untersuchungsobjekten auseinandersetzen und diese in Form von Gebäudebiographien und Fotostudien vor Ort erforschen.

Für die Fotografien stand uns mit Anita Back eine auch in Architekturfotografie erfahrene Fotografin zur Seite, die die Schüler*innen theoretisch und praktisch zunächst in die Fotografie im Allgemeinen und dann speziell in die Architekturfotografie einführte. So konnten die Schüler*innen sich unter ihrer Anleitung vor Ort an den ausgewählten Untersuchungsobjekten in ihren neu gewonnenen Fähigkeiten üben und sich den Industriebauten auch durch die Kameralinse nähern. Hierbei standen uns sowohl eine digitale Spiegelreflexkamera als auch eine analoge Shiftkamera zur Verfügung, die den Schüler*innen beide von Anita Back zur Verfügung gestellt wurden. So konnten sie zusätzlich die unterschiedlichen Erfahrungen machen, die Ergebnisse ihrer Arbeit einerseits unmittelbar betrachten zu können, und andererseits (im Falle der analogen Shiftkamera) die Entwicklungszeit abwarten zu müssen, ehe die Ergebnisse ihrer Arbeit in den Händen gehalten werden konnten.

Für die Ziele und Motive des Denkmalschutzes sowie die Ergebnisse von denkmalschützerischen Tätigkeiten waren vor allem die ausgewählten Gebäude (Dragoner-Areal als denkmalpflegerisch weitgehend unerschlossener Gebäudekomplex auf der einen und die Sarotti-Höfe als ein nach denkmalschützerischen Vorgaben instandgesetzter Gebäudekomplex auf der anderen Seite) in ihren sehr unterschiedlichen Verfalls- bzw. Instandsetzungsstadien besonders einprägsam.

Ein weiterer Schwerpunkt war zudem die Frage nach Kennzeichen und Auswirkungen von Gentrifizierung aus Sicht der Betroffenen einerseits und aus der Perspektive des Denkmalschutzes andererseits. So setzten sich die Schüler*innen mit der Frage der Umsetzung und Finanzierung von Vorgaben des Denkmalschutzes in ihrem Spannungsverhältnis mit dem in Kreuzberg dringend notwendigen Milieuschutz auseinander. Hier bot die aktuelle Debatte um neue Nutzungskonzepte auf dem Dragoner-Areal eine politisch aktuelles Beispiel.

Abschluss und zugleich Höhepunkt bildete die gemeinsam mit der Arena Medien veranstaltete Fotoausstellung, auf der die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeitsergebnisse einem breiten Publikum aus Familien, Freunden und LehrerInnen präsentieren konnten.

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